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St. Wenzelskirche

Kostel sv. Václava

Die St. Wenzelskirche ist ein einschiffiges Baudenkmal, das sich auf dem östlichen Rande des historischen Stadtkernes befindet. Die ältesten Erwähnungen gehen aufs 13. Jhd. zurück, im Zusammenhang mit der Einräumung der Patenschaftsrechte für das Kloster Porta Coeli. Die ursprünglich im Gotikstil erbaute Kirche musste nach häufigen Feuerbrünsten vielmals wiederhergestellt und umgebaut werden. Die ältesten Teile des heutigen Erscheinungsbilds erinnern ans 15. Jahrhundert. In der 1. Hälfte des 16. Jhds. wurde an die Westseite der Kirchenvorderfront ein mächtiger 51 Meter hoher Prismenturm im spätgotischen Baustil angebaut. Die Periode des Turmaufbaus wird mit einer lateinischen Inschrift an dessen Frontseite mit der Zeitrechnung 1543 nachgewiesen. Die umfangreichsten Umbauarbeiten erfolgten 1838-1839, wo das Schiff verlängert und eine feste Verbindung zwischen der Kirche und dem dortigen Turm hergestellt wurden. Vor der Kirche blieben bis heute die Festungswerkruinen mit Schießscharten erhalten. Ursprünglich befand sich um die Kirche herum ein alter Pfarrfriedhof, auf dem jeweilige Beerdigungen bis 1836 stattfanden. Nachdem der unweit stehende Stadtfriedhof errichtet wurde, die Skelettüberreste wurden verlagert und das gesamte Gelände in eine Parkanlage mit Aussicht auf Südstadt umgewandelt. Die st. Wenzel-Gemälden am Hauptaltar sowie die Gemälden von st. Konstantin und Metod am Seitenaltar von dem Wiener Maler Dollinger ließ in seinem Auftrag das Stadtkind von Tišnov Dr. Jan Dvořáček errichten.