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Radnice

Touristen-Informationszentrum

Anschrift: Brněnská 475
Tel, Telefax: 541 235 822
E-mail: info@ic.tisnov.cz

Grunddaten

Einwohner: 8211
Seehöhe: 256 Meter über dem Meer

Die Stadt Tišnov liegt in einer malerischen, reich gegliederten Landschaft der ersten Ausläufer des Böhmisch-Mährischen Hügellandes. Obwohl die archäologischen Funde darauf hindeuten, dass dieses Gebiet bereits in der älteren Steinzeit besiedelt wurde, die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1233. Sie ist in der Gründungsurkunde des Klosters Porta Coeli zu finden, in der die Schwestern aus dem Orden der Zisterzienserinnen von der Königin Konstanze ins mährische Gebiet nach „Tusnovic“ berufen wurden. Die Stadt gehörte in den Besitz des sich in der nah liegenden Předklášteří (Vorkloster) befindenden Klosters, und zwar bis zum Zeitpunkt der Klosterauflösung im Jahre 1782.

Der wirtschaftliche Aufschwung dieses Städtchens wurde unerwartet durch zahlreiche Kriege und Naturereignisse unterbrochen. 1428 wurde die Stadt mit dem Kloster von den Hussiten abgebrannt, und auch der Dreißigjährige Krieg und die napoleonischen Kriegszüge hinterließen ihre großen und schmerzhaften Spuren. Wiederholend wurde die Stadt von umfangreichen Brandfällen heimgesucht, wie zum Beispiel von der Feuerbrunst im Jahre 1668. Von großer Bedeutung für eine neue Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung war insbesondere der Aufbau einer Eisenbahnstrecke, die die Stadt 1885 mit Brünn und zwanzig Jahre später mit Havlíčkův Brod (Deutsch Brod) und Prag verband.

Außer den Barockhäuser und der ursprünglich im gotischen Baustil erbauten Pfarrkirche des hl. Wenzel, die mehrmals umgebaut wurde, verfügt Tišnov auch über mehrere interessante architektonische Denkmäler aus dem 20. Jahrhunderts. Es handelt sich zum Beispiel um das im Neurenaissancestil erbaute Rathaus, das 1905 in diesem historisierenden Baustil umgebaut wurde, wobei die farbigen Wandsgraffiti, die die verschiedenen Geschichtsereignisse der Stadt Tišnov widerspiegeln, vom Mahler Jano Köhler geschaffen wurden. Weiter sind einige im Jugendstil erbauten Villenhäuser aus dem Anfang des 20. Jhds. erwähnenswert, wie z. B. das Krankenhaus oder das an den funktionalistischen Stil erinnernde Gebäude der Stadtsparkasse, die nach dem Entwurf der namhaften Architekten Bohuslav Fuchs und Jindřich Kumpošt erbaut wurde. Ans Zeitalter des Funktionalismus erinnert auch das 1996 sanierte „Jamborův dům“ (Jambor-Haus), wo heutzutage eine Dauerausstellung mit Gemälden des akademischen Malers Josef Jambor untergebracht ist, der einen Teil seiner Bilder der Stadt spendete. In diesem Haus befinden sich auch andere Ausstellungsräume, die das ganze Jahr über für kurzfristige Ausstellungen von Bildwerken genutzt werden.

In Tišnov, das durch außerordentliche Mineralienvorkommen bekannt ist, werden zweimal jährlich Internationale Mineralienbörsen veranstaltet. Eine für zahlreiche Besucher außerordentliche Anziehungskraft üben zum Beispiel der Berg Květnice oder der Naturpark Svratecká hornatina (Bergland entlang der oberen Schwarza) aus.